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Die FIFA und die WM 2010

Der Aufgaben- und Geschäftsbereich der 1904 in Paris gegründeten FIFA, der Internationalen Föderation des Verbandsfußballs, die heute ihren Sitz in Genf hat, ist überwältigend. Zurzeit beraten 35 professionell organisierte ständige Kommissionen der weltweit tätigen Organisation wichtige Fachthemen wie Disziplinarfälle, Schiedsrichterangelegenheiten, Klubfußball, Stadien, Sportmedizin, Fußball bei Olympischen Spielen, Dopingfragen, Jugend- und Frauenfußball sowie zahlreiche weitere Themen. Das weltweit populärste Event, für deren Ausrichtung die FIFA verantwortlich ist, sind jedoch die alle vier Jahre ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaften.

So steht zurzeit die Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika im Mittelpunkt. Dabei ist die Weltmeisterschaft im Fußball der Männer nicht nur aus sportlicher Sicht ein außergewöhnliches Ereignis. Die Fernsehgelder, die die Medienunternehmen für die Übertragungsrechte der im Rahmen der WM ausgetragenen Spiele an die FIFA entrichten müssen, stellen den Hauptetatposten der Fußballorganisation dar. Mit der WM2010 wurde erstmals eine Fußball-Weltmeisterschaft an ein afrikanisches Land übertragen. Die sportliche Attraktivität des afrikanischen Fußballs steht dabei außer Frage. Die FIFA hatte jedoch auch darüber zu wachen, dass der organisatorische Aufwand, den eine Weltmeisterschaft mit sich bringt, also die Infrastruktur, Stadien, Hotel und Sicherheitsfragen, von dem Austragungsland auch bewältigt werden kann.

Die mächtige Organisation der FIFA, deren Präsident seit 1998 der mittlerweile 73-jährige Schweizer Joseph S. Blatter ist, weist sechs Kontinentalverbände auf. Während die Uefa für den europäischen Kontinent einschließlich Russland zuständig ist, werden die Fußballverbände der afrikanischen Länder von der 1957 gegründeten CAF, der Confédération Africaine de football, vertreten, deren Hauptsitz sich in Kairo befindet. Die FIFA sieht ihre Aufgabe auch darin, die Länder, die die großen Fußballevents wie eine WM organisieren, organisatorisch und finanziell zu unterstützen. So wird der Finanzrahmen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf über 800 Millionen US-Dollar geschätzt. Nur gut die Hälfte der für die WM2010 benötigten Gelder werden durch die Verkäufe der Eintrittskarten generiert. Mit Hilfe der FIFA wurde ein Sponsoring-System für die WM in Südafrika entwickelt, an dem vor allem lokale Unternehmen beteiligt sind.

Zusammen mit dem südafrikanischen Fußballverband und der Regierung Südafrikas kontrolliert die FIFA regelmäßig den aktuellen Stand der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Die Weltmeisterschaft wird in zehn Stadien ausgetragen. So wird das Soccer City Stadion in Johannesburg als reine Fußball-Arena auf 94.700 Plätze erweitert und auch die Stadien in Kapstadt und Durban werden saniert. Einige der benötigten Fußballstadien werden extra für die WM neu errichtet. Zur Realisierung der Infrastruktur gehört jedoch auch, die Verkehrskapazitäten des Landes auszuweiten. In der Region Durban wird ein neuer Flughafen gebaut, um das für die Weltmeisterschaft erwartete Besucheraufkommen bewältigen zu können. Die Airports in Johannesburg und Kapstadt werden modernisiert und erweitert. Sogar einen neue Bahnlinie zwischen Pretoria und Johannesburg soll die Anreise der Fußball-Fans während der WM optimieren.

Die FIFA sendet regelmäßig eine Inspektorengruppe nach Südafrika, um den Stand der Vorbereitungen zu überprüfen. Die Telekommunikationsmöglichkeiten, die Transportwege und das Hotelwesen sind nach neuesten Berichten in einem ausgezeichneten Zustand und werden den Erfordernissen der Weltmeisterschaft 2010 bereits gerecht. Offene Fragen gibt es noch im Bereich der Sicherheit, die zwischen der FIFA und den Organisatoren vor Ort vor dem Start der WM gelöst werden müssen. Die Auswahl Südafrikas als Veranstalter der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ging übrigens aus dem Rotationsprinzip hervor, das sie FIFA beschlossen hatte. Bei der entscheidenden Stichwahl konnte sich das südafrikanische Land souverän gegen Marokko und Ägypten durchsetzen.

Ein eigener Ausschuss der FIFA beschäftigt sich mit der schwierigen Frage der Ticket-Verteilung. Über drei Millionen Eintrittskarten sollen anlässlich der WM2010 verkauft werden. Davon stehen 480.000 für die südafrikanischen Fans bereit, eineinhalb Millionen werden an Fans aus der ganzen Welt verteilt. Ein großer Teil des Kartenkontingents wird an die Sponsoren, die Mitglieder der FIFA und an die Spieler, die an der Weltmeisterschaft 2010 teilnehmen, weitergegeben. Während einzelne Tickets für das Endspiel bis zu 900 US-Dollar kosten, werden 150.000 Eintrittskarten an einheimische Fußballfans verschenkt, die sonst keine Möglichkeit hätten, an der Fußballweltmeisterschaft 2010 teilzuhaben.